Champasak – Luang Prabang, Laos

Schweißgetränkt, in Nebel gehüllt und vom Staub paniert

Bevor wir Richtung Bolaven-Plateau aufbrechen statten wir dem Tempelfest in Champasak anlässlich des Vollmondes einen Besuch ab. Wer hier andächtige Besucher in tief religiösen Zeremonien erwartet irrt sich leider gewaltig. Statt betender Mönche finden wir hier Fahrgeschäfte, Fressbuden und Marktstände – Kirmes eben, nur mit einem Tempel als Dekorationshintergrund. Für uns reicht es allemal um etwas herum zu schlendern und unsere Mägen mit allerlei Köstlichkeiten zu füllen.

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Immer am Mekong entlang führt uns der Weg durch das weiterhin sehr landwirtschaftlich geprägte Laos. Dabei kommen nur einfache Maschinen zum Einsatz, das Meiste wird immer noch in Handarbeit erledigt. Trotzdem oder gerade deshalb machen die Menschen einen zufriedenen und – typisch laotisch – entspannten Eindruck. Es wird freundlich gegrüßt und man lässt die Arbeit ruhen, während man die exotischen Langnasen auf ihren voll bepackten Rädern ausgiebig mit Blicken untersucht. Ein Wunder, dass es dabei noch nicht zu Arbeitsunfällen gekommen ist. Möge es so bleiben!

 

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Spielende Kinder während der Reisernte

Wir erreichen die Provinzhauptstadt Pakse, die wir nach einem Einkaufsstop aber schnell hinter uns lassen. Eindeutig viel zu laut und geschäftig. Unser Ziel nach wochenlanger Flachlandhitze ist das bekannte Bolaven-Plateau, eine Hochebene auf 1.200m, welche hauptsächlich vom Volk der Laven (Bolaven) bewohnt und auf dem neben Pfeffer, Tee und Kardamom auch Kaffee angebaut wird. Einige der Kaffeeplantagen haben sich zu Genossenschaften zusammen geschlossen um sozial gerechten Kaffeeanbau zu betreiben. So findet man dann auch jede Menge mit „Fair Trade“ gekennzeichneten Kaffee in den kleinen Geschäften am Wegesrand. Der Aufstieg zum Plateau ist dagegen gar nicht nach unserem Geschmack. Die Strasse in das touristisch beliebte Gebiet wird gerade vierspurig ausgebaut und wir wackeln von einer Baustelle zur nächsten. Auf der schottrigen Strecke kommen wir ordentlich ins Schwitzen. Und das ist gut so, da bleibt der aufgewirbelte Staub der vorbei bretternden Baufahrzeuge viel besser haften! Entsprechend „paniert“ und angespannt schließen wir die kleine Bergetappe ab und fragen uns, ob es wirklich einen gute Entscheidung war, auf einer der Haupverbindungsachsen nach Vietnam die Hochebene zu erklimmen. Einen kleinen Trost gibt es allerdings in Form des idylischen E-Tu Wasserfalls, dessen Eintrittspreis auch für unsere kleine Reisekasse erreichbar ist.

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E-Tu Wasserfall

 

Auf der Hochebene angekommen folgen wir weiter der Strasse Richtung Salavan, ein kleines, besonders bei Backpackern beliebtes Örtchen. Die Strecke ist nun wesentlich gemütlicher und führt auf gutem Asphalt und durch landschaftlich reizvolle Landschaft allmählich von der Hochebene hinunter.

 

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Bolaven-Plateau

Über Savannakhet erreichen wir die Stadt Thakhek. Die Stadt ist bei Touristen als Startpunkt für einen schönen Rundweg mit vielen Wasserfällen und Höhlen durch die östlich gelegenen Bergketten bekannt, die man per Auto oder Moped in 2-3 Tagen durchqueren kann. Mit den Rädern sind es wohl eher sieben bis acht schweisstreibende Tage durch die Berge und davon sollen wir ja noch genug bekommen. Deswegen schnappen wir uns einen kleinen Motorroller und unternehmen einen fahrtwindgekühlten Tagesausflug in den Phou Hi Poun Nationalpark und besuchen zwei kleine Höhlen, in denen einige buddhistische Mönche auf ihre Erlösung aus dem Samsara warten. Doch bevor man ins Nirvana entschwindet wird noch eine kleine, ganz weltliche Eintrittsgebühr fällig.

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Ausflug in den Phou Hi Poun Nationalpark

 

Zurück in Thakhek legen wir einen Tag Zwangspause ein, da Ina mit Nierenproblemen zu kämpfen hat. Wir nutzen die Zeit und verlassen das Hotelzimmer nur um Nachschub an Kaffee und Tee zu besorgen oder uns die Bäuche mit Pizza und anderen Leckereien voll zu schlagen. Ganz nebenbei erstellen wir uns noch eine Zeigespeisekarte um unseren kulinarischen Alltag aus Pho und Klebereis aufzupeppen. Leider auf den Bildern nicht dabei ist mein absoluter Liebling: „steamed rice with food on top“. 😉

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Auszug aus unserer Zeigespeisekarte

 

Gesundet und gestärkt machen wir uns auf die Durststrecke nach Pakxan. Zweihundert Kilometer geht es durch flaches Land auf stark befahrener Hauptstrasse, alles andere als schön. Da hilft nur Augen zu und Ohren auf um über die Kopfhörer ein wenig der Gegenöffentlichkeit in Deutschland zu lauschen. Schlimm genug, dass kritische und nicht manipulative Nachrichten als „Gegenöffenlichkeit“ bezeichnet werden. An dieser Stelle will ich daher meine Ausschweifungen nutzen und auf diese Gegenöffentlichkeit hinweisen, die in unseren „alternativlosen“ Zeiten immer wichtiger wird. Wer also Interesse an Alternativen hat, schaut doch gerne mal bei nachdenkseiten.de oder Kontext-tv.de vorbei. Es lohnt sich.

Aber nun zurück auf die laotischen Strasse zwischen Thakhek und Pakxan. Wir unterbrechen unsere Fahrt nach Pakxan einige Kilometer nach Thakhek um unser Visum eben mal schnell mit einem kurzen Abstecher über die Freundschaftsbrücke nach Thailand und zurück zu erneuern. Soweit zur Theorie. Doch leider hat die Sache einen Haken: Die Brücke ist für Radfahrende gesperrt und so finden wir uns zwangsläufig in einem Reisebus nach Thailand wieder. Ein Mittagessen und eine Retour-Busreise später sitzen wir wieder auf unseren Drahteseln am laotischen Ufer des Mekong und strampeln Richtung Norden. Ab Pakxan sind wir dann endgültig im bergigen Nordteil von Laos angekommen. Unser Weg führt uns auf einer kleinen Strasse hinauf in die Berge nach Phonsavan. Mehrere Tage geht es mal MEHR und selten mal weniger bergauf und -ab. Je bergiger es wird desto entlegener und einfacher scheinen auch die kleinen Dörfer am Wegesrand, aus denen uns die Kinder freudestrahlend und winkend „Sabaideeeeee“, „Good bye“ (auch wenn man gerade ankommt) oder selten auch „what´s your name“ (ohne eine Antwort zu erwarten) zurufen. Die Versorgungslage bleibt schwierig, denn trotz unserer neuen Zeigespeisekarte gibt es fast nur Pho in die Schüssel oder Klebereis ins Bambuskörbchen.

 

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Auf dem Weg nach Phonsavan

 

In Phonsavan angekommen statten wir der Ebene der Tonkrüge (eigentlich Steinkrüge), ein begehrtes Touristenziel, einen Besuch ab. Auf mehrere Stellen verteilt findet man hier mehrere hundert bis zu drei Meter große und bis zu sechs tausend Kilogramm schwere Steinkrüge. Wahrscheinlich dienten die auf ein Alter von 1.500 bis 2.000 Jahre geschätzten Krüge als Begräbnisurnen.

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Ebene der Tonkrüge

Während wir zwischen den Überresten der Tonkrüge umher laufen bemerken wir eine im Weg eingelassene Markierung „MAG“ und schlagen ein weiteres finsteres Kapitel unserer das Banner des Humanismus vor sich her tragenden, westlichen Wertegemeinschaft auf. In den Jahren zwischen 1964 und 1973 warfen die US-Streitkräfte im sogenannten „geheimen Krieg“ (weil er erfolgreich vor der Weltöffentlichkeit geheim gehalten werden konnte) in 580.000 Flügen mehr als 2 Millionen Tonnen bzw. 270 Millionen Streubomben und andere schwere Artillerie auf das Land ab. 30% davon waren, oft aufgrund einer zu geringen Abwurfhöhe, Blindgänger. Rund um die Uhr – im Schnitt alle 8 Minuten, neun Jahre lang – wurde das kleine Land Laos bombardiert. Die Auswirkungen verfolgen die Laoten bis zum heutigen Tag. Der Krieg endete im Jahr 1973 und noch immer liegen geschätzte 75 Millionen Streubomben im Land herum, wodurch regelmäßig Menschen verletzt oder getötet werden. Mehr als 98 Prozent aller Streubombenopfer sind Zivilisten, 40 Prozent davon Kinder. Zwischen 1993 und 2016 steuerten die USA in Laos pro Jahr 4,9 Millionen Dollar zur Beseitigung der Blindgänger bei. Zum Vergleich: Die Bombardierung des kleinen asiatischen Landes kostete seinerzeit pro Tag 13,3 Millionen Dollar (Kaufkraft des US-Dollars in 2013). Am Visitor Center finden wir dazu eine kleine Austellung.

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Ausstekkungsstück Streubombe

Auch die Gegend um Phonsavan wurde stark bombardiert und viele der Tonkrug-Stätten sind nicht zugänglich. Lediglich bei drei Lagerstätten wurde ein Großteil der Bomben geräumt. Die Markierungen im Boden zeigen uns also, dass diese Gebiet gesäubert wurde. Dabei fällt uns auf, dass wir uns zukünftig beim Campieren einen Überblick über die Lage vor Ort verschaffen sollten.

Unser Aufenthalt in Phonsavan fällt zufällig mit einem Großereignis der indigenen Volksgruppe der Hmong zusammen. Am Ende der Erntezeit oder im zwölften Monat des Mondkalenders feiern diese ihr Neujahrsfest. Dann ist es Zeit, die besten Kleider anzuziehen und eine Pause vom Alltag zu nehmen. Dabei werden die besten Speisen aufgetischt, Bullenkämpfe veranstaltet und traditionelle Musik auf handgemachten Bambusflöten gespielt. Sehr auffällig ist das sogenannte Pov-Pob-Spiel, welches wir bereits auf dem Weg nach Phonsavan mehrfach beobachten konnten. Bei diesem sozialem Spiel lernen sich Mädchen und Jungen verschiedener Stämme kennen, indem sie sich gegenseitig Bälle zuwerfen und miteinander sprechen. Daraus formen sich erste Beziehungen,die dann eventuell zur Heirat führen.

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Festlich gekleidete Hmong

 

Wir lassen das festlich gekleidete Phonsavan hinter uns und stürzen uns in die Etappe nach Luang Prabang, die uns tief in die Berge des nördlichen Laos führt. Unsere Route geht dabei durch klangvolle Orte wie Muang Kham, Muang Hiam oder Muang Meuy. Haben wir in Phonsavan jede Menge Reisende getroffen, sind wir nun wieder allein mit der indigenen Bevölkerung. Leider spielt das Wetter sogar nicht mit. Beim Aufstieg in die Berge brennt uns die Sonne heiss auf den Rücken und wir können gar nicht so viel trinken wie wir schwitzen. Kaum in den höheren Lagen angekommen ziehen tief hängende Wolken übers Land und die vermutlich schöne Aussicht verschwindet hinter dichten Nebelbänken und wir fühlen uns kurz an einem kalten feuchten Novembertag in Deutschland erinnert. Der Nebel soll bis zur Abfahrt nach Luang Prabang nicht mehr verschwinden. Schade. Doch trotz der schlechten Sicht und des feuchtkalten Wetters gefällt uns die Tour durch die entlegene Bergwelt mit den in die Hänge gehauenen oder auf den Kämmen errichteten Dörfern sehr gut. Wir fühlen uns weitab jeglicher großer Zivilisation und das karge Leben ist hier noch einfacher als in den fruchtbaren Ebenen. Wie karg erleben wir am eigenen Leib als uns das Wasser ausgeht und wir im nächsten Dorf nach Wasser fragen. Die Bewohner müssen leider unser Ersuchen ablehnen, da sie selbst auf den nächsten Regen warten würden, wie uns mit Händen und Füßen erklärt wird. Zum Glück hat eine junge Frau Mitleid mit unseren enttäuschten und vielleicht auch flehenden Blicken und offeriert uns wenige Liter Wasser, welches sie Tags zuvor aus dem tief liegenden Tal vom Fluss herauf getragen hatte.

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Karges Bergleben

 

Schön ist es auch wieder einmal in unserem Zelt zu übernachten. Auch wenn wir schon schönere Ausblicke hatten, genießen wir das unabhängige Umsonst-und-draußen-Leben. Unheimlich hingegen war es sicher der Dame eines kleinen Lädchens im Nirgendwo als wir uns für eine Suppe niederlassen und innerhalb einer Stunde nach und nach vier weitere Langnasen-Radfahrer bei ihr eintrudeln: Was für ein Zufall, wenn man bedenkt, dass wir seit mehreren Tagen keine Touristen und für Wochen keine Radfahrenden mehr gesehen hatten.

 

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Radler-Stelldichein im Nirgendwo

Am meisten werden uns wohl aber die 60 Kilometer Staubpiste im letzten Abschnitt in Erinnerung bleiben. Endlos steile Anstiege, die oftmals nur schiebend zu bewältigen sind, gefolgt von ruppigen Abfahrten im Schritttempo und jede Menge Staub, der uns wiederum paniert wie die Schnitzel in Luang Prabang einreiten lässt. Daher ist eine der ersten Amtshandlungen in dieser altehrwürdigen Stadt auch, in der nächstgelegenen Wäscherei einen riesigen Sack Schmutzwäsche auf den Tisch zu knallen.

Wie Ihr Euch schon denken könnt, machen wir in Luang Prabang erst einmal Rast und genießen das süße Nichtstun. Na gut, wir schauen uns natürlich intensiv die alte Königstadt des Lan Xang Reiches am Mekong an und schaffen es sogar die 328 Stufen zum Berg Phousi hinauf.

Unser Blick schweift nun langsam Richtung Thailand, von wo aus uns unsere liebe Ina demnächst berichten wird. Ich freue mich schon.

Sabaideee Euer Mirko

geradelte Kilometer: 47.294km

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9 Gedanken zu „Champasak – Luang Prabang, Laos“

  1. Hallo liebe Kinder,
    wie immer eine erfrischende Reise – Etappen – Berichterstattung!
    Durch die interessanten Schilderungen mit Querverweisen war es für uns zum wiederholten Male eine echte Bereicherung und Anregung zugleich nach dem Motto: “ Man… und auch Frau lernt nie aus “ .
    Kompliment dem Verfasser Mirko.
    Bei uns ist das Wetter sehr bescheiden, Waschküche und
    kein Schnee. Da hoffen wir mal, dass sich dies bald ändert.
    Die Bilder von der Weihnachtsdeko kommen per E – Mail.
    Wir sehen und hören uns via Skype dann am 12.12. ??
    Wir denken jeden Tag an euch, umarmen und drücken euch ganz toll !!
    Liebe Grüße von den Ellies aus Silberstraße

  2. Erst einmal ganz speziell für dich, liebe Ina

    Wir gratulieren dir ganz, ganz herzlich zu deinem Wiegenfeste,
    wünschen dir von Herzen nur das Aller – allerbeste !

    Gesundheit, Glück und mögen all deine Träume in Erfüllung gehen, all das sind Wünsche für dich die auf unserem Zettel stehen!

    Tief im Herzen sind wir ganz fest mit dir verbunden, bist du doch für so lange Zeit schon von zu Hause verschwunden.

    Darum wollen wir dir sagen:
    Es ist schön, dass wir Dich haben !!!!

    Herzlichen Glückwunsch von Deiner Mutsch und Deinem Vati

    Ihr lieben Radler,
    verbringt einen schönen und erlebnisreichen Tag mit vielleicht ein paar Überraschungen .
    Weiterhin reibungsloses Radeln mit immer genügend Luft auf den Reifen und in der Lunge !

    Dann bis heute Abend zum Skypen ( wenn alles klappt)
    Die Ellies aus Silberstraße

    1. Hallo liebe Ina, wir schliessen uns den guten Wünschen Deiner Eltern an. Auch wir sind in Gedanken oft bei Euch und für heute wünschen wir Euch ein paar besonders schöne Stunden. Vielleicht haben wir auch noch die Möglichkeit ein bischen mit einander zu skypen. Es umarmen Euch die Ellies aus L.-O.

  3. Hallo ihr Lieben,
    Ina, wir gratulieren dir ganz herzlich zum Geburtstag, alles alles Liebe, Glück und vor allem Gesundheit (halt die Nieren scheen warm, bist ne mehr die Jüngste 🙂 )
    Wir wünschen euch eine schöne Weihnachtszeit und vielleicht sieht man sich am 1. Feiertag per Skyp.
    Passt weiter auf euch auf.
    Ganz liebe Grüße
    Jens und Anett

  4. happy birthday to youuuuu,
    happy birthday to youuuuu,
    happy birthday liebe inaaaaaaaaaaaa,
    happy birthday to youuuuu….
    wir wünschen dir zum geburtstag alles gute, weiterhin viel glück auf all deinen wegen und viel spass und weiterhin gute zeit im sattel! lass dich heute gebührend feieren und reichlich beschenken, die vier vögel aus der umkehr

  5. Nach aufregenden und ereignissreichen „Feierlichkeiten“ ein HERZLICHES DANKESCHÖN an alle Gratulant*innen! Ich habe mich sehr über Eure vielfältigen Grüße gefreut.:-D

  6. Happy Birthday und alles alles Gute zum Geburtstag wünschen wir Dir liebe Ina. Ich habe am 12.12. immer daran gedacht … auch wenn das Intranet die Wünsche Dir heute erst gebracht 😉
    Seid ganz lieb gegrüßt und das es Euch immer gut geht auf Eurer Reise.
    Jacky & Lars und Kinder

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