Mandalay, Myanmar – Siliguri, Indien

„You’ll never, ever walk alone.“ – Musik auf Rädern II

(Elvis Presley – „You’ll never walk alone“)

Niemals wirst Du allein sein! Nie, nie, niemals! … Namaste in Indien! Verstandesmäßig wussten wir vorher, was uns erwartet, wenn wir in Kolkatta (seit 2001 offizieller Name Kalkuttas) aus dem Flugzeug steigen. Doch in der Realität ist es trotzdem eine Art gefühlloser Schockzustand, in dem wir die ersten 4km auf indischem Boden bis zur vorab gebuchten Privatunterkunft zurück legen.

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Kolkatta ist die Hauptstadt von Westbengalen, dem zweitgrößten Bundesstaat Indiens, der mehr als 91 Millionen Menschen (Volkszählung 2011, Tendenz steigend) auf einem Viertel der Fläche Deutschlands beherbergt. Vervierfache die Einwohnerzahl Deines Heimatortes, addiere grenzenlose Neugier, füge ausgesprochene Begeisterungsfähigkeit hinzu und multipliziere das Ganze mit vierspurigem Verkehrschaos, schwarzen Dieselwolken, Dauerbeschallung durch Hupen und Klingeln in allen Tonlagen und den Straßenrand säumenden Müllbergen! Dann hast Du eine ungefähre Vorstellung davon, was wir in der mit 4,5 Millionen Einwohnern siebtgrößten Stadt Indiens (ebenfalls Volkszählung 2011) tatsächlich erleben durften. Und daran ändert sich auch auf den ersten 600km auf indischem Boden nur wenig.

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Impressionen des indischen Alltags – von den nördlichen Vororten Kolkattas bis Siliguri

Nach dem geruhsamen Myanmar, wo das Leben sanft dahin zu fließen schien, haben wir das Gefühl, auf einem anderen Planeten gelandet zu sein. „Love it or loathe it – and most travellers see-saw between the two – India will jostle your entire being…“ schreibt der Lonely Planet . Ich kann das nur bestätigen … Faszinierend, Ekel erregend, aufregend, abstoßend, exotisch, begeisternd, nervig, überwältigend, vielfältig … in diesem Wechselbad der Gefühle bewege ich mich mehrfach täglich.

„There are nine million bicycles in Bejing“ (Katie Melua – „Nine million bicycles“)… in Indien sind es mit Sicherheit einige mehr!

Gemeinsam mit Rikscha, Elektromobilen, Autos, Lastenrädern, LKW, Fahrrädern, Mopeds, Bussen bewegen wir unsere Alurösser über Buckelpisten, gut ausgebaute Nebenstraßen, um riesige Schlaglöcher herum oder auf Autobahnen mit bequemen Seitenstreifen. Doch egal wo, der Verkehr fließt meist wild und in alle erdenklichen Richtungen. Der in Indien vorherrschende Linksverkehr scheint nur eine Empfehlung. Ach ja, zwischen all diesen fahrbaren Untersätzen spaziert auch im größten Chaos ganz gemütlich und absolut unberechenbar in ihren Bewegungen die eine oder andere heilige Kuh. Unsere Aufmerksamkeit ist demnach zu jeder Zeit zu 100 Prozent gefordert! Entsprechend unruhig schlafen wir in den ersten Nächten, geplagt von den wildesten Träumen – unsere Gehirne arbeiten auf Hochtouren, die millionenfachen Eindrücke der ersten Tage zu verarbeiten. Die 50.000km-Marke knacken wir in diesen ersten Tagen vor lauter Trubel völlig unbemerkt.

 

Land und Leute

Indische Menschen erleben wir als überaus hilfsbereit, herzlich und verrückt nach Selfies. Ein junger Mann auf seinem Moped erklärt seinen innigen Wunsch nach einem Selfie mit uns so: Wir sind die ersten Ausländer, die er in seinen 22 Lebensjahren in dieser Region zu Gesicht bekommen hat. Klar, das MUSS festgehalten werden!… Zwei Minuten auf der Toilette einer Tankstelle (die meistens durchaus als sauber gelten können) und Mirko ist bei meiner Rückkehr umringt von einem Dutzend Männer. Die Fragen sind jeweils die gleichen: Woher kommst Du? Wohin fahrt Ihr? Mit dem Fahrrad?!? Gefällt Euch Indien? Das obligatorische Selfie oder zwei oder drei und weg sind wir. Mirko, der Ärmste, ist dabei regelmäßig derjenige, der als „Head of the party“, wie es im Gästebuch der Hotels ausgedrückt wird, Rede und Antwort stehen muss. Ich habe dabei weitestgehend mein Ruhe, es sei denn, die Wissbegierigen fahren hinter und neben uns inzwischen Schlange. Dann werde auch ich zum Interview gebeten.

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kurzer Tankstellenstop – Besuch am Morgen

„I could go anywhere so free in my place in the sun“ (Interpol – „Anywhere“)… nicht so in Indien!

In einem winzigen Dorf stoppen wir für einen fünfminütigen Einkauf. Als wir uns von der Theke des kleinen Verkaufsstandes wieder unseren Rädern zuwenden, stehen etwa einhundert Menschen um uns und verfolgen aufmerksam jede unserer Bewegungen. Wir verabschieden uns höflich in die Runde und sehen, dass wir vom Acker kommen. Unsere Plätze für Pausen wählen wir inzwischen nicht mehr nach dem größtmöglichen Komfort, sondern nach der minimalen Anzahl an Menschen. Am Abend sind wir froh, wenn wir entweder die Hotelzimmertür oder das Zelt schließen können, sollten wir doch ein Fleckchen unbewohnt und unbepflanzt gefunden haben.

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Orte der Zuflucht: Hotelzimmer, Teeplantage

„Enjoy the silence“ (Depeche Mode – „Enjoy the silence“)!

Einen Sonnenauf- oder -untergang zu sehen ist in Indien Fehlanzeige, dafür sind die Abgaswolken am Horizont viel zu dick. Erst wenn die Sonne etwas höher steht und wir mitunter schon beim zweiten Kaffee sitzen, spüren wir die wärmenden Strahlen, die sich durch den Nebel quälen. So stellt sich mir nach wenigen Tagen ganz unphilosophisch die Frage: Wo soll das noch hinführen? Lärm, Smog und Bevölkerungsentwicklung in Indien verschaffen mir eine Version der Erde kurz vor ihrem Kollaps. Mirkos kommentiert meine Befürchtung mit einem Augenzwinkern: „In Australien haben wir bei jedem Ort auf der Karte gehofft, dass dort tatsächlich jemand lebt. Hier denkst Du nur noch `Hoffentlich sind es nicht so viele!´“

 

Kulinarisches

Unser liebster Zeitvertreib neben dem Radfahren ist aktuell der Aufenthalt in den überall zu findenden Teestübchen, wo wir uns regelmäßig mindestens einmal am Tag bei einem heißen Chai durch die Keksdosen futtern. 😀 Und auch das indische Essen ist – wie erwartet – paradiesisch: frisches Obst und Gemüse in jeder kleinen Ortschaft, Roti- oder Naan-Brot als Flatrate zu Dhal und gebratenem Gemüse, Gemüse-Nudelpfanne, Samosas, gefüllte Teigrollen, herzhafte Thukpa, Biryani… und das alles ganz ohne Fleisch. André, Du wärst stolz auf uns! 😉

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Indische Köstlichkeiten: Roti Sabji – Chai mit Gebäck

Nach nur sieben Tagen auf Tour erreichen wir Siliguri am Ufer des Mahananda und haben es tatsächlich geschafft zu überleben. 😉 Außerdem ist es uns gelungen, in der letzten Nacht eine wunderbare, hinter einer Teeplantage versteckte, große, grüne Wiese zu finden, die neben ihrer natürlichen Schönheit vor allem eins bot: Ruhe (Wenn wir von den acht Teenagern absehen, die uns am Morgen einen etwa einstündigen Besuch abstatten, bei dem einer der Jungs das Sprachrohr für alle anderen darstellt, die Kommunikation allerdings vor allem aus Beobachten mit Sicherheitsabstand besteht. 🙂 ).

 

Zwischen Berg und Tal

Der Berg ruft! In unserem Fall ruft Sikkim, durch das wir eine kleine Runde drehen wollen, um nach dem ausgiebigen Flachlandreisen unsere Bergtauglichkeit zu prüfen. Als hätten wir erneut die Tür in eine andere Welt aufgestoßen, erwartet uns nur 10km nördlich von Siliguri pure Natur. Entlang der Strecke der Darjeeling Himalayan Railway (UNESCO-Weltkulturerbe) kurbeln wir durch dichten Wald. Also ich meine Wald-Wald, so richtigen dichten, ursprünglichen, unberührten Wald. Wisst Ihr, wann wir so etwas zum letzten Mal gesehen haben?!? Noch dazu sind wir fast allein, der Verkehr ist spärlich und kleine Örtchen gibt es nur ab und an. Diese wiederum schmücken sich mit bunt bemalten Häuschen, liebevoll arrangierten Blumenkübeln auf Terrassen und Fensterbänken, im Wind flatternden Gebetsfähnchen. Traumhaft! So arbeiten wir uns in eineinhalb Tagen über angenehme Steigungen hinauf nach Darjeeling (2.185m), immer in der Hoffnung darauf einen ersten Blick auf die 8.000er des Himalaja zu erhaschen. Doch bei meist bewölktem Himmel und Nebelwolken, die sich aus den Tälern empor schieben, wird damit vorerst nix.

„Just keep following the heartlines on your hand!“ (Florence + The Machine – „Heartlines“) … denn die Berge dienen momentan kaum als Orientierung!

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Bei unserer Abreise aus Gangtok erklimmen wir bei strahlendem Sonnenschein den Tashi View Point und dürfen tatsächlich zum ersten Mal den erhebenden Anblick der Singalila-Bergkette im Westen erleben, wenn auch wolkenumhüllt. Kanchenjunga (8.586m), der drittgrößte Berg der Welt, zum Greifen nah!

 

Gewinn und Verlust

Am Tag unserer Abreise aus Darjeeling hinunter nach Jorethang stellt Mirko nach etwa 6km teils steiler Abfahrt fest, dass sich die Scheibe seiner Vorderbremse durch die entstehende Hitze verformt, sie quasi als Verlust verbucht werden kann. So lässt sich wohl kaum eine Tour durch das Osthimalaja bewältigen! Also quälen wir uns eineinhalb Stunden den schweißtreibenden Anstieg wieder hinauf. Zurück in Darjeeling haben die Jungs vom Mt. Athlon zwar keine Scheibe in der passenden Größe, lassen dafür nichts unversucht, eine Lösung für unser Materialproblem zu finden, indem sie ihr gesamtes Netzwerk an Radfreunden in der großräumigen Umgebung anfunken. Das ca. 100km entfernte Gangtok, Hauptstadt des Bundesstaates Sikkim, heißt demnach unser nächstes Reiseziel.

„Like river stones rolling only where it takes us“ – (The Decemberists – „The Hazards Of Love 4 (The Drowned)“) … Pläne sind dazu da, über den Haufen geworfen zu werden!

Für Sikkim, bis 1975 ein unabhängiges Königreich, brauchen Ausländer*innen eine gesonderte Genehmigung,die bei Ein- und Ausreise sowie in jedem Hotel vorgelegt werden muss (Ja, die indische Bürokratie kann durchaus in Konkurrenz mit der deutschen treten.). Auf dem Weg nach Gangtok gewinnen wir die Erkenntnis, dass uns Mirkos Bremse mit ihrem Ausfall vor noch größeren Strapazen bewahrt hat, ist doch die Einreise nach Sikkim nur in Melli und in Rangpo möglich. Uns wäre also in Jorethang die Einreise verweigert worden, da dort kein Kontrollposten existiert, und wir hätten den GANZEN Berg wieder nach Darjeeling hoch gemusst. Glück im Unglück also. Die Abfahrt hinunter nach Melli legen wir über weite Strecken schiebend zurück, wohlgemerkt bergab – Mirko zwangsweise, ich aus Solidarität. Bei einem motivationsfördernden Teestop lässt Mirko seinen Helm liegen, was ihm erst etliche Kilometer weiter unten auffällt, als an Umkehr nicht mehr zu denken ist. Ein weiterer Punkt auf der Verlustliste.

„And it’s hard to dance with a devil on your back. So shake him off!“ (Florence + The Machine – „Shake it out“) … war dieses Manöver möglicherweise beabsichtigt, um Gewicht zu reduzieren?!?

Sowohl eine niegelnagelneue Scheibenbremse als auch ein wunderbar in der Sonne glänzender Helm sind der Hauptgewinn beim Stop im HUB OUTDOOR von Gangtok. Um die Gewinn-Verlust-Rechnung jedoch in der Balance zu halten, vergisst eine*r von uns beiden allerdings Mirkos Waschtasche bei der Übernachtung in Melli. Wir sind uns nach wie vor im Unklaren, wer für diesen Verlust die Verantwortung trägt! 😉 Doch da wir mit unserer Fahrt durch Sikkim eine stattliche Acht vollführen, können wir diesen Schatz zehn Tage später auf der Rückreise wieder einsacken. Kann es noch schlimmer kommen??? Oh ja! Hier die nächste Gewinn-und-Verlust-Rechnung: Mit 880IDR in der Tasche, was umgerechnet etwas mehr als 10Euro entspricht, kommen wir in Ravangla an und beschließen trotz der frühen Stunde hier oben auf 2.000m zu übernachten, um eventuell morgen früh einen Blick auf die Singalila-Bergkette zu erhaschen. Nicht nur uns, auch dem Eigentümer des Hotel 10ZING bereitet es großes Kopfzerbrechen, als alle fünf im Ort vorhandenen Geldautomaten leer sind wie das Watt bei Ebbe. Wir können also weder die Unterkunft bezahlen, ohne zu verhungern, noch weiterreisen, ohne zu verhungern. So findet sich Mirko am nächsten Morgen im Bus des Sikkim National Transport auf der Fahrt nach Namchi wieder, um dort die ATM zu plündern. Erfolgreich! Der Blick in die Ferne hingegen bleibt erfolglos an dicken Wolken hängen.

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„Zwischen Berg und tiefem, tiefem Tal“ (deutsches Volkslied) … ein stetiges Auf und Ab, Höhengewinn und -verlust

Während der zweiwöchigen Rundreise im Himalaja Nordostindiens verlieren wir jede Menge Flüssigkeit in Form von Schweiß, denn flache Streckenabschnitte sind hier nur selten zu finden. Doch bei unserem schweißtreibenden Aufstieg von Yuksom nach Pelling ist uns Fortuna doch noch hold und belohnt uns mit einem Ausblick wie ein Lottogewinn: Nach und nach schieben sich bei bester Sicht die Berge in unser Blickfeld. Mit jedem weiteren Höhenmeter vergrößert sich die Aussicht bis das gesamte Panorama mit dem Kanchenjunga (8.586m) als dritthöchstem Berg der Welt vor uns liegt.

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Darauf einen Tee!

„We’ll fulfill our dreams and we’ll be free. We will be who we are. And they’ll heal our scars, sadness will be far away“ (Mumford & Sons – „Not with Haste“) … Vergessen sind die Strapazen der letzten Tage, ein feierliches Gefühl erfüllt mich, staunend stehe ich der Naturschönheit gegenüber… und ein fettes, zufriedenes Grinsen schleicht sich in mein Gesicht!

 

Von Glauben und glauben lassen

Obwohl der Hinduismus Religion Nummer eins in Indien ist, existieren in Sikkim insgesamt 75 buddhistische Klöster – nur einen Bruchteil davon besuchen wir, jedes davon ist in seiner Einzigartigkeit beeindruckend. Als ganz besonderen Genuss erlebe ich die beschauliche Stille innerhalb der Klostermauern, die im Wind wehenden Gebetsfahnen mitunter das einzige Geräusch. Gleichzeitig scheinen sowohl die Orte des buddhistischen Glaubens als auch die Rituale in den Alltag der Menschen integriert zu sein, ohne dass viel Aufhebens um die Glaubenshandlungen gemacht wird. Die Klöster befinden sich manchmal auf der Kuppe eines Hügels, manchmal mitten im Dorf, doch sie sind jederzeit und für jede Person zugänglich. Hin und wieder werden wir von einem Mönch angesprochen, doch nie wird versucht, uns zum Buddhismus zu bekehren. Im Gegenteil, der Glaube ist nicht einmal Gesprächsgegenstand. Ganz im Gegensatz zu einem christlichen Priester, der uns in Jorethang bereits im dritten Satz mitteilt, dass wir den Weg zum christlichen Glauben schon noch finden werden, sei Jesus doch genau aus diesem Grund am Kreuz gestorben.

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Glaubensbekenntnisse (v.l.n.r., o.n.u.): Dharma Chakra Rumtek, Old Rumtek Monastery, Ravangla, Yung Drung Kundrak Lingbon Kloster, Norbugang Kloster, Gebetsfahnen, Sanghak Choeling Gompa, Pemayangtse Gompa

„Cause I’ll know my weakness, know my voice and I’ll believe in grace and choice.“ (Mum ford & Sons – „Babel“) … auch die Wahl, nicht zu glauben!

Zurück in Siliguri stellen wir fest, wie SEHR anders das Leben sich in den Bergen doch gestaltet und wie SEHR wir uns zwischen Kolkatta und Siliguri an Gestank, Lärm und Überbevölkerung gewöhnt hatten. Jetzt stechen diese Merkmale Westbengalens umso mehr ins Auge. Trotzdem planen wir hier zwei Pausentage, bevor wir die nächste Tür aufstoßen – dieses Mal in nepalesische Gefilde.

Zum Schluss ein Zitat speziell für Dich, meine liebe Katl: „From my heart, I thank you friend for these precious melody, for these sweet and pure tones.“ (Asgeir – „Summer Guest“) … Musik auf Rädern ist eine wundervolle Art des Reisens!

Mit einem für Indien typischen zur Seite geneigten Kopfnicken, das sowohl „Hallo“ und „Tschüss“, „Ja“ und „Nein“ bedeuten kann, verabschiede ich mich für heute.

Eure Ina

PS: René, ich bin gespannt, welche musikalische Ergänzung Dir diesmal einfällt! 🙂

Gesamtkilometer: 51.086km

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2 Gedanken zu „Mandalay, Myanmar – Siliguri, Indien“

  1. Hey Ihr 2,
    die Geschichte der Gewinn-Verlust Rechnung kann ich direkt weiter erzählen. Ich habe mir letzte Woche beim radeln das Wadenbein gebrochen. Ein Verlust von mindestens 8 Wochen nicht Rad fahren zu können, ein Gewinn ist immerhin das ich in Ruhe Olympia schauen kann. 🙂 Oder eben, wenn ich kein Titan Rad besitze dann immerhin Titan schrauben und Platten im Bein.
    Ich hoffe ihr kommt weiter gesund voran und das mit dem vergessen …wie soll ich sagen….naja, ihr wisst schon… Ü40 und so. 😀
    Achja, natürlich habe ich auch wieder ein passendes Musikstück für euch verlinkt.

    Mit sächsischen Grüßen, euer Hinkebein

  2. hallo ihr beiden vergesslichen gebirgsziegen! gut zu wissen, dass es euch weiterhin gut geht danke für die faszinierenden eindrücke! über den verweis auf „enjoy the silence“ im zusammenhang mit kalkutta/indien musste ich echt lachen, kann ich aber gut nachvollziehen, denn das erinnert mich an die momente wenn wir die raketen-männer abends im bett haben, auch wenn die dort dann noch regelmäßig weiterdiskutieren, nachdem meine liebste und ich schon im reich der träume unterwegs sind 😉 über eure mit indien verbundenen gaumenfreuden freue ich mich mit euch und stelle mir die frage, ob es am preis von fleisch liegt, dass es soviele speisen ohne gibt in indien. habt ihr da eine idee? Und kochen die (gerade auch im großraum kalkutta) eher auf holzfeuer und wo kommt das her in der stadt? Äste liegen da ja nicht mehr rum. oder gibt’s – zumindest im ballungsraum – eine recht gute versorgung mit strom, auch in den straßenküchen? Habt ihr auch schon mit dem berüchtigten delhi-belly gekämoft? Und wie war die erste überquerung/begegnung von/mit mutter ganga auf eurem weg nach norden? Schon kloake oder noch fluss? Seid ihr reingesprungen oder spart ihr euch das für haridwar auf, wo das wasser zwar eiskalt aber noch einladend ist? Fragen über fragen, wenn ihr zurück seid will ich einen dreiwöchigen vortrag 😉 so oder so, passt weiterhin gut auf euch auf und lasst uns bitte weiterhin teilhaben an all diesen eindrücken!!!! LG aus L in D und bis hoffentlich bald, der officer samt sippe

    Kurzes update in sachen zukunftsthemen: wir haben ja noch keine regierung, immerhin aber einen koalitionsvertrag auf dem tisch, über den die SPD basis aber noch abstimmen muss. der ist wirklich visionär und bemerkenswert geworden. beispiele gefällig: bei minijobbenden zeitungsausträgern soll den verlegern/arbeitsgebern der beitrag zur zur rentenversicherung deutlich gesenkt werden. außerdem sollen die rüstungsausgaben auf das von unseren freunden aus den USA geforderte 2% ziel angehoben werden. herrlich, wir brauchen wirklich dringend mehr waffen!

    ahso: musiktipp kann ich auch 😉

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