Coyhaique, Chile – Calafate, Argentinien

Wind, Wasser und Wellen von Glücksgefühlen

WUSCH erwischt uns ein fetter Regenguss – schnell hinein in die Regenklamotten. Nach zehn Minuten schließen sich die fulminanten Schleusen und der Niederschlag geht in feinen Niesel über. Weitere fünfzehn Minuten später lugt die Sonne hervor und bringt uns in unseren Regensachen ordentlich ins Schwitzen. Also ist Entkleiden angesagt. Als wir Coyhaique verlassen, begleitet uns Wasser von oben… in allen Abstufungen.

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Gerade rechtzeitig baut Mirko am Abend unser noch von der voran gegangenen Nacht nasses Zelt auf, bevor die nächste dunkle Regenwolke heran naht. Dazu rüttelt ein heftiger Wind die ganze Nacht am Zelt – zwei Mal geht Mirko auf Kontrollgang, ob die Abspannleinen straff sind und die Räder noch sicher stehen. Ich schlafe inzwischen tief und fest den Schlaf der Gerechten.

Mit kräftigem Wind im Rücken radeln wir in den nächsten Tag. Vor uns liegt im Reserva Nacional Cerro Castillo der höchste Punkt der Carretera Austral, der Paso Ibañez mit 1.120m. Beim stetigen Anstieg haben wir mit teilweise heftigem Gegenwind in Böen zu kämpfen, der uns mehrfach zum Absteigen zwingt. Wettertechnisch ist auf diesem Abschnitt von Sonnenschein bis Schneeregen alles im Programm, was abgesehen vom kalten Wind jedoch gut auszuhalten ist. Schließlich sind wir ja vom bergan radeln gut aufgewärmt. In Villa Cerro Castillo belohnen wir uns mit Kaffee und heißer Schokolade für die Strapaze, bevor wir endgültig vom Asphalt Abschied nehmen (müssen). Das gleichnamige, den Konturen einer mittelalterlichen Festung ähnelnde Felsmassiv können wir durch die Wolkendecke nur erahnen. Schade!

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Cerro Castillo

Am nächsten Morgen kann sich das Wetter erst einmal nicht entscheiden zwischen Sonnenschein und Regen, wählt zu unserem Leidwesen allerdings Letzteres. Den ganzen Tag regnet es mehr oder weniger stark, auf den ersten 25km sogar noch mit teilweise heftigem Wind von vorn, der uns den Regen frontal in die Gesichter drückt. Für die nachmittägliche Kekspause suchen wir Zuflucht in einer Capilla zu Ehren San Sebastians , dem Schutzheiligen vieler Berufsgruppen. In diesem Teil der Welt wird er vor allem von Waldarbeiter*innen verehrt. In der winzigen Kapelle brennen einige Kerzen und wir können uns ein bisschen aufwärmen, doch mit inzwischen vollständig durchgeweichter Kleidung bleibt es ungemütlich kalt. Meine Freude ist daher riesengroß, als wir wenige Kilometer weiter hinter einer Brücke eine kleine Hütte entdecken, in der wir beide und unsere Räder ein geschütztes Plätzchen finden. So können wir überdacht kochen und zumindest den Versuch wagen, unsere Kleidung zu trocknen. Zum Aufwärmen gibt es eine große Tasse Hühnerbrühe – die soll ja gesundheitsfördernd sein und verschafft außerdem ein wohliges Gefühl im Bauch.

Auch am nächsten Morgen erwartet uns wieder Regen in verschiedenen Stärken, doch wir haben einfach die Hoffnung, dass uns nach dem kleinen Pass Portezuelo Cofré einfach besseres Wetter erwartet. Und wir haben tatsächlich Glück: Im nächsten Tal kommt gegen Mittag die Sonne hervor – unsere Sachen sind innerhalb einer halben Stunde trocken und auch unsere Knochen erwärmen sich langsam wieder. Bei feinstem Wetter übernachten wir auf einer wunderschönen Wiese am Lago General Carerra. Wie schön !

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Lago General Carerra

Die nächste Herausforderung erwartet uns in Puerto Rio Tranquilo. Das kleine Örtchen ist – wie jede Ansiedlung mit mehr als drei Häusern an der Carretera Austral – überfüllt mit Rucksackreisenden, die auf eine Mitfahrgelegenheit warten. Wir benötigen für die kommenden Tage Lebensmittel, doch die Pasta-Regale in zwei der örtlichen Supermercados sind absolut leer gekauft und auch von Brot ist weit und breit keine Spur. So verbringen wir eine Stunde auf Lebensmitteljagd. Am Ende kann Mirko Erfolg in der Bäckerei verbuchen und ich habe mir im heute geschlossenen Minimercado drei Päckchen Spaghetti erbettelt.

Nach weiteren Tagen auf der Carretera Austral mit ihrem so vielfältigen Schotter in Cochrane angekommen, finden wir uns auf einem der drei örtlichen Campingplätze wieder. Campingplatz heißt in diesem Fall, eine Señora vermietet ihren etwa 600 Quadratmeter großen Garten an Zeltreisende aller Art. Am Abend ist mit den 30 Zelten jeder Grashalm bedeckt und die Toilette in Dauernutzung. Doch für eine heiße Dusche nehmen wir diese Überfüllung nach all den staubigen Tagen gern in Kauf. Die Señora ist im Übrigen der Meinung, dieser Zustand wäre harmlos, in der Hauptsaison wäre ihr Garten noch voller. Wie bitte?!?

Ein weitere kleine Begebenheit in Cochrane: Du denkst, Du bist in einer der am weitesten von Deutschland entfernten Gegenden der Welt und wen triffst Du im Supermarkt? Dieter Nuhr. Ja richtig, DER Dieter Nuhr. Also genau genommen erspäht Mirko ihn beim Einkauf im größten Supermarkt vor Ort zwei Kassen weiter, während ich draußen unsere Ketten mit Öl füttere. Meine angeborene Zurückhaltung verhindert, dass ich ihn anspreche und um ein gemeinsames Foto bitte… zehn Minuten später könnte ich mich dafür…

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Impressionen der Carretera Austral

Südlich von Cochrane wird die Carretera Austral, die wir im Übrigen dem chilenischen Diktator Augusto Pinochet verdanken, endlich so entlegen und ursprünglich wie ich mir das vorgestellt hatte. Hier sind nur noch wenige Fahrzeuge und entsprechend wenige Tramper*innen unterwegs. Gleichzeitig verbessert sich die Qualität der Strecke immens, der Boden fühlt sich mitunter wie Asphalt an und wir brauchen für die letzte Etappe von 230km nur dreieinhalb statt fünf Tage. Was für ein Glück! Die Landschaft ist hier nahezu unberührt und außer der Carretera-Austral-Schneise handelt es sich um Primärwald, der gesäumt ist mit Seen, Wasserfällen, hohen Gipfeln, Gletschern, Bächen, Flüssen. Den Mitchell-Fjord überqueren wir am frühen Abend via Fähre – an Bord sind die vierköpfige Crew, acht PKW und acht Fahrräder. In Río Bravo angelangt verbringt die internationale Radgemeinde (1 Franzose, 1 Engländerin, 2 Chilenen, 4 Deutsche) die Nacht im Wartehäuschen am östlichen Ufer, aufgereiht wie Sardinen in der Dose doch überglücklich im Warmen zu liegen.

Die Carretera Austral hat übrigens auch ihre sonnigen Momente. Am Ende der knapp 1.000km, die wir beradeln, können wir auf insgesamt nur wenige Regen- und einige reine Sonnentage zurück blicken – weniger bzw. mehr als wir je erwartet hatten. Einen dieser Sonnenta ge beenden wir in einer einfachen Schutzhütte für Radfahrende bei Don Jorge, einer Art „Casa de Ciclistas“. Auch Louisa & Sebastian, die gestern gemeinsam mit übergesetzt hatten, kommen am Abend noch an. In der Nacht beginnt es heftig zu regnen – was für ein Glück wir doch haben, im Trockenen zu nächtigen. Auch am Morgen blicken wir in einen bewölkten, regnerischen Tag und entzünden für ein ausgiebiges Frühstück erst einmal ein Feuer in der Feuerstelle.„Quien se apure piedre tiempo“ („Wer sich beeilt, verliert Zeit.“) heißt ein Patagonisches Sprichwort – gegen Mittag starten wir dann doch noch in den Sonnenschein und erreichen nach 30km Villa O´Higgins, den letzten Ort an der Carretera Austral. Dieser letzte Abschnitt wurde im Übrigen erst 1999 fertig gestellt. Auf der Strecke nach Villa O´Higgins haben wir allerdings noch einmal eine fordernde Stelle zu passieren – am Südufer des Lago Cisne bläst uns Wind aus Norden mehrfach fast vom Fahrrad.

Wir können noch etwas Erfolgreiches vermelden: Ihr erinnert Euch sicherlich an die Begebenheit mit dem Bulle in South Dakota, wo wir uns von einem Rindvieh zum Rückzug zwingen lassen haben. Inzwischen sind wir so an Kühe auf und neben der Straße gewöhnt, dass es uns in Fleisch und Blut übergegangen ist, die Tiere mit Geräuschen oder einer energischen Handbewegung in die Flucht zu jagen. Nur die Reaktion der Steak-und Milchlieferant*innen bleibt nach wie vor unvorhersehbar: Entweder laufen sie im Trab mehrere Meter vor uns her bis sich eine Lücke im Gesträuch auftut, bleiben dumm glotzend mitten auf der Straße stehen oder bewegen sich erst in letzter Sekunde, dann allerdings quer vor dem Fahrrad. Also ist nach wie vor Vorsicht geboten, doch die „Angsttherapie“ betrachten wir als abgeschlossen. 😉

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Puerto Bahamondez

26. Februar 2017: Ein Tag voller Abenteuer! Dank unserer Zeltnachbar*innen, die uns bis spät in die Nacht unterhalten hatten, fühlen wir uns wenig ausgeruht als der Wecker zeitig klingelt. Das Boot über den Lago O´Higgins startet 8.30Uhr und bis Puerto Bahamondez sind knapp 10km zurück zu legen. Die Überfahrt ist anfangs ganz beschaulich, die Sonne scheint und wir können die Aussichten auf die argentinische und die chilenische Seite des Sees genießen. Doch nach etwa der Hälfte der Reise kommt Wind auf und die kleine Nussschale kracht von Welle zu Welle. Der Kapitän höchstpersönlich verteilt eine zweite Runde Kekse und Bonbons an seine 13 Passagiere (davon fünf Radreisende) und erklärt uns, der See sei recht stürmisch, weshalb wir einen größeren Bogen schlagen müssten, um den See queren zu können. Dieser Bogen verschafft uns freundlicherweise einen ausgiebigen Blick auf den O´Higgins-Gletscher. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir glücklich über die sichere Ankunft Candelario Mancilla, benannt nach dem ersten Siedler, der sich 1927 am Südufer des Lago O´Higgins niedergelassen hatte. Seine Nachfahren leben heute noch als einzige Familie hier.

Während der Bootsfahrt erleben wir zu unserer freudigen Überraschung eine partielle Sonnenfinsternis . Nur wenige Kilometer von der vollständig ringförmigen Finsternis entfernt, finden wir uns bei Dämmerlicht am Schiffsanleger wieder. Die Finsternis ist insgesamt nur auf einem bis zu 90 Kilometer breiten Streifen vom Südpazifik bis nach Westafrika zu sehen – und wir sind glücklicherweise just an diesem Tag genau mittendrin! 16km sind es dann von der Schiffsanlegestelle bis zur Grenze zwischen Chile und Argentinien. Den Ausreisestempel holen wir uns schon an Kilometer 1 bei der Gendarmería Nacional Chile. Wir folgen einem teilweise steilen, teilweise recht gut passierbaren Fahrweg bis wir die Grenzmarkierung zwischen beiden Ländern erreichen. Eine grandiose Aussicht auf den Cerro Fitz Roy (3.406m) bietet sich hier – zum Glück haben wir famoses Wetter: blauer Himmel und Sonnenschein. Nun liegen „nur noch“ 6km vor uns… die es in sich haben, denn wir sehen uns mit einem Wanderpfad konfrontiert. Wir hatten bereits von anderen Reisenden gehört bzw.gelesen, dass wir für diesen Teil reichlich Zeit kalkulieren können. Und tatsächlich brauchen wir für diesen Abschnitt ebenfalls geschlagene drei Stunden.

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Abenteuer Grenzüberquerung Paso Dos Lagunas

Entweder bleibe ich mit der rechten Fronttasche an einer Wurzel hängen, schramme mit der linken Hintertasche an einen Baumstamm, nehme im nächsten Augenblick mit der linken Fronttasche einen Stein mit, höre gleich darauf einen Busch an der rechten Hintertasche kratzen oder stolpere in den Schlamm. Dazwischen stehen diverse Flussüber-und durchquerungen an… eine der höllichsten Erfahrungen und gleichzeitig eine der lustigsten Tagestouren überhaupt. Die illustre fünfköpfige Radgemeinschaft, bestehend aus Karl (Schweiz), Julie & Ronnie (Schottland) und uns beiden hangelt, wurschtelt, schiebt, hebt, strauchelt, furtet und klettert im wahrsten Sinne des Wortes über Stock und Stein, durch Bäche, sumpfige Wiesen, über Baumstämme und Felsbrocken, mitunter zu zweit oder dritt an einem Rad zerrend. Gemeinsam sind wir stark! Der letzte Kilometer besteht aus einer bis zu vierzig Zentimeter tiefen Rinne, durch die die Räder mit Ach und Krach hindurch passen. Von der ungewohnten Beanspruchung völlig gefordert, kann ich mein Rad am Ende des Tages kaum noch halten. Ich bin froh und glücklich, diese Passage geschafft zu haben, als wir am Nordufer des Lago del Desierto ankommen und die argentinische Einreiseformalitäten hinter uns haben. Auf dem Camping Libre lassen wir uns am Abend nieder und genießen den Blick auf das wunderschöne Bergpanorama, das im Süden vor uns aufragt.

Die Überfahrt über den Lago del Desierto am Vormittag sowie die verbleibenden 37km bis El Chaltén sind geprägt von – Ihr erratet es sicher – Nieselregen. Doch auf den letzten Metern Schotter, die der Carretera Austral in Bezug auf Waschbrett, Größe der Steine, hügeliges Auf und Ab durchaus Konkurrenz machen, lassen wir uns davon selbstverständlich nicht beeindrucken! Schließlich gönnen wir uns am Camping La Torcida eine heiße Dusche und einen Ruhetag. Bei diesem Campingplatz handelt es sich erneut um ein privates Gärtchen, in dem Hering auf Außenzelt und Abspannleine auf Gartenzaun trifft – entsprechend voll sind der Aufenthaltsraum und die Kommunalküche,vor allem, wenn es den ganzen Tag schüttet wie aus Kübeln. Enthusiastisch hatten wir beide uns eine Drei-Tages-Wanderung im nördlichen Teil des Parque Nacional Los Glaciares ausgemalt mit Blick auf Cerro Torre, Monte Fitz Roy und Teile des Südpatagonischen Eisfeldes. Dem Dauerregen und heftigem Wind geschuldet, reduzieren wir diesen Wunsch auf eine Tageswanderung zur Laguna Torre, die am nächsten Morgen jedoch auch buchstäblich ins Wasser fällt. Deshalb verlassen wir nach zwei Nächten El Chaltén gen Osten in der Hoffnung auf trockenere Gefilde.

Zumindest windtechnisch ist dies eine hervorragende Entscheidung: Die ersten 90km legen wir in knapp dreieinhalb Stunden zurück. Rückenwind heißt in dem Fall, Du fährst mit 17km/h den Berg hinauf ohne auch nur eine Zehe zu krümmen. Traumhaft! Bis wir am Abzweig auf die Ruta 40 von starkem Gegenwind abrupt auf 10km/h heruntergebremst werden. Im zehnminütigen Wechsel kämpfen wir uns weiter, froh zu zweit unterwegs zu sein und uns gegenseitig mit Windschatten beschenken zu können. Außerdem leisten uns heute einige Tiere Gesellschaft: ein Kondor schwebt für einige Kilometer majestätisch über uns, am Straßenrand wackelt ein junges Gürteltier Richtung Leitplanke und lässt sich bereitwillig fotografieren, ein Andenschakal, auch Feuerlandfuchs genannt, verkrümelt sich während unserer Kekspause am Lago Viedma zwischen die Dornbüsche und am Abend grüßt eine kleine Herde Guanacos vom anderen Ufer des Rio La Leona.

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Gürteltier

Auf der Reise durch die argentinische Pampa denke ich so bei mir: Auch wenn es mitunter nass, kalt, windig, öde, heiß, anstrengend, schmerzhaft oder aus anderen Gründen unangenehm ist, darf ich mich doch mehr als glücklich schätzen, diese Erfahrungen zu machen… und radle mit einem Lächeln im Gesicht hinter der orangen Regenjacke her.

El Calafate, benannt nach der hier ansässigen Buchsblättrigen Berberitze, begrüßt uns mit Sonnenschein (Eine Legende besagt, dass nach Patagonien zurückkehren wird, wer Beeren von diesem Strauch isst.). Das ist doch ein guter Anfang! Und es wird noch besser. Da es bis zum Perito-Moreno-Gletscher 80km Sackgasse sind, wollen wir uns diesen „Ausflug“ per Rad gern ersparen und versuchen uns deshalb einmal mehr im Reisen per Anhalter. Erfolgreich! Bereits nach etwa 20min Daumen schwenken hält ein PKW und sackt uns ein. Am Steuer sitzt Lukas, neben ihm auf dem Beifahrersitz seine Tante Marlies. Beide sind für vier Wochen durch Antarktis und das südlichste Südamerika unterwegs. Wir verbringen einen ausgesprochen angenehmen, lustigen Tag im Parque Nacional Los Glaciares (Der Eintritt für den Park wurde am Ende der Saison von 330Pesos auf 500Pesos erhöht. Verstehe eine*r diese Preispolitik!).

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Perito-Moreno-Gletscher

Der Perito-Moreno-Gletscher ist einer der wenigen Gletscher Patagoniens, der sich nicht zurück zieht. Täglich schiebt er sich bei einer Gesamtlänge von 30km etwa 2m nach hinein in den Lago Argentino, was ein ständiges Kalben der Gletscherfronten zur Folge hat. Während des gesamten Nachmittags knirscht es im Eis und in unregelmäßigen Abständen stürzen kleinere Eisstücke oder auch große Eisplatten ins Wasser, begleitet von entsprechendem Getose. Unbeschreiblich! Das muss man erlebt haben! Die riesige Wand aus Eis, auf die wir blicken, lässt sich nur schwer einschätzen und auch die angegebene Gletschergröße (30km lang, 5km breit) scheint unvorstellbar. Was hier für Kräfte am Wirken sein müssen! Wir genießen diesen Ausflug sehr. Und weil wir in so unterhaltsamer Begleitung sind, verlängern wir die gemeinsame Zeit mit Marlies und Lukas um ein gemeinsames Abendessen in deren Hostel. Hier serviert das Team jeden Abend ein Salatbuffet, fünf verschiedene Fleischsorten vom Grill, dazu Wasser und ein Glas Wein. Das klingt ganz nach einem „gefundenen Fressen“ für uns – mit einem wohligen Gefühl im Bauch treten wir spät am Abend den Weg zu unserem Zelt an und fallen dort in einen zufriedenen, komatösen Schlaf.

Von El Calafate aus werden wir erneut nach Chile wechseln um den Torres del Paine Nationalpark auf Schusters Rappen zu erkunden. Darüber und die letzen südamerikanischen Wochen werdet Ihr im nächsten Blogpost lesen können. Bis dahin wünschen wir auch Euch immer genug Luft!

zu den Bildern bitte hier entlang

Gesamtkilometer: 35.449km

5 Gedanken zu „Coyhaique, Chile – Calafate, Argentinien“

  1. moin ihr beiden,
    schön das es euch weiterhin gut geht und die tage trotz regen genießt, richtig so! die bilder sind wieder fantastisch und die sache mit den segeln sieht auch ziemlich geil aus. hättet ihr in dem moment auch gern gehabt, oder? wann und von wo aus gehts denn dann rüber? so oder so viel erfolg und weiterhin alles gute auf all euren wegen wünschen officer&sippe

  2. Hallo, ihr Beiden. Wieder einmal habt ihr uns mit einen lesenswerten ,unterhaltsamen Bericht und tollen Bildern erfreut. An dieser Stelle muss es mal gesagt werden: Hut ab für Euren Mut und insbesondere Inas Leistung . Da sagt noch mal einer Frauen sind schwach. Nun habt ihr ja fast den ganzen amerikanischen Kontinent von Nord nach Süd durchquert. Bald gibt es neue Herausforderungen. Dafür wünschen wir alles Gute . Also dann passt auf Euch auf, bleibt gesund und kommt gut übers grosse Wasser. Wir freuen uns schon jetzt über Bilder und Informationen vom nächsten Kontinent. Tschüss und machts gut. Die Ellies aus L.-O. umarmen und drücken Euch. Bis bald.

  3. Hallo ihr Radler. Nun seid ihr seit 700! Tagen fern der Heimat unterwegs. Es ist Zeit kurz innezuhalten und an die „zurückgebliebenen“ Familien , Freunde, Verwandten ,Bekannten und all denen die Euch auf irgendeinerweise „verfolgen“ zu denken. Wir wünschen Euch weiterhin gute Fahrt und tolle Erlebnisse. Es umarmen euch Balazs und Kristina.

  4. Hallo ihr Lieben,
    haben nach einiger Zeit heut wieder bei euch reingeschaut – haben euch nicht vergessen (knudsch) – und euren Bericht wieder neidvoll verschlungen.
    Also nur so als kleinen Tip, wenn wir Dieter Nuhr sehen wollen, setzen wir uns ins Auto und fahren in die Neue Welt oder Stadthalle Zwickau, da müsst ihr doch nich so ne lange Reise deswegen auf euch nehmen :-))
    Bleibt schön gesund und passt auf euch auf.
    Liebe Grüße
    Jens und Anett

  5. Hallo, ihr beiden Abenteurer,
    mit voller Spannung habe ich mir genussvoll Euren neuesten Reisebericht angesehen. Immer wieder fesseln mich auch Eure wahnsinnig tollen Fotos, dabei fühle ich mich, als wäre ich mittendrin! Ich feue mich schon sehr darauf, mehr von Euch zu hören. Bis dahin wünsche ich Euch eine gute Fahrt, ganz viel Glück und neue spannende Abenteuer!
    Bleibt schön gesund !
    Liebe Grüße
    Bärbel

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